
29. Oktober 2026
Hufrehe beim Pferd vorbeugen: Wie Gras zum Risiko wird, welche Pferde gefährdet sind und was du bei Weide und Fütterung tust. Notfall: Tierarzt.
Eine grüne Weide ist für viele Pferde ein Traum, kann aber auch zum Risiko werden. Hufrehe ist eine schmerzhafte Entzündung der Huflederhaut und ein medizinischer Notfall. Hier erfährst du, welche Auslöser es gibt, welche Pferde besonders gefährdet sind und wie du das Risiko im Alltag senken kannst.
Kurz gesagt
- Bei Verdacht auf Hufrehe sofort den Tierarzt rufen, nicht abwarten.
- Auslöser sind unter anderem zuckerreiches Gras, Übergewicht, zu viel Kraftfutter und Stoffwechselerkrankungen wie EMS oder Cushing (PPID).
- Besonders gefährdet sind Ponys und Robustrassen, übergewichtige und ältere Pferde sowie Pferde, die schon einmal Hufrehe hatten.
- Weidezeiten steuern, Gewicht beobachten und den Stoffwechsel abklären lassen senkt das Risiko im Alltag.
Was ist Hufrehe und woran erkennst du sie?
Bei Hufrehe ist die Verbindung zwischen Hufbein und Hufkapsel gestört. Betroffene Pferde haben starke Schmerzen, stehen oft in typischer Haltung mit nach hinten verlagertem Gewicht und gehen vorsichtig.
Typische Anzeichen eines Rehe-Schubs sind warme Hufe, ein deutlich fühlbarer Puls an den Fesselarterien, ein vorsichtiger Gang und eine Entlastungshaltung. Wenn du das siehst, ruf sofort den Tierarzt. Gib keine Medikamente auf eigene Faust und bewege das Pferd nicht unnötig.
Was kann Hufrehe auslösen?
- Zu viel zuckerreiches Gras, besonders im Frühjahr und Herbst
- Stoffwechselerkrankungen wie EMS oder Cushing (PPID)
- Übergewicht
- Zu große Mengen Kraftfutter
- Bestimmte Infektionen oder Medikamente
Oft kommt mehreres zusammen: ein leicht übergewichtiges Pferd, ein Stoffwechselthema, das niemand bemerkt hat, und eine zuckerreiche Weide. Deshalb reicht es nicht, nur auf das Gras zu schauen. Fütterung, Gewicht, Bewegung und Stoffwechsel gehören zusammen betrachtet.
Welche Pferde sind besonders gefährdet?
Ponys und Robustrassen, übergewichtige Pferde, ältere Pferde mit Stoffwechselproblemen und Pferde, die schon einmal Hufrehe hatten. Gehört dein Pferd dazu, lohnt sich ein genauer Blick auf Fütterung und Weidemanagement, bevor der Ernstfall eintritt.
Ein einfacher Check für den Stallalltag: Tastest du am Mähnenkamm deutlich Fett? Ist der Hals auffällig dick? Hat dein Pferd in den letzten Monaten zugenommen? Dann sprich mit deinem Tierarzt über eine Stoffwechselabklärung und passe in der Zwischenzeit die Weidezeit vorsichtig an. Auch ein Blick auf die Hufe lohnt sich: Veränderungen am Hufhorn oder wiederkehrende Hufprobleme sollten abgeklärt werden.
Das kannst du heute tun: fünf Schritte
- Weidezeiten steuern: Anweiden langsam, bei gefährdeten Pferden Fresszeiten begrenzen.
- Gras zu bestimmten Zeiten meiden: Frühmorgens und bei Frost kann der Zuckergehalt hoch sein.
- Fressbremse oder Heu statt Gras: Bei gefährdeten Pferden auf zuckerarme Fütterung setzen.
- Gewicht überwachen: Kammfett und Gewichtsentwicklung regelmäßig beobachten und notieren.
- Stoffwechsel abklären lassen: Besonders bei auffälliger Fettverteilung oder Hufproblemen ist der Tierarzt die erste Anlaufstelle.
Was du lassen solltest: Ein Pferd mit Verdacht auf Rehe auf die Weide stellen, "es wird schon" denken oder Kraftfutter auf eigene Faust erhöhen.
Wie ich ergänzend helfen kann
Wenn der Tierarzt das Pferd untersucht hat, schaue ich als Tierheilpraktikerin gern auf Futter, Haltung und Gewicht im Stallalltag, bei dir vor Ort rund um Wenzendorf, im Landkreis Harburg oder in Tostedt. Passend sind die [Futtermittelberatung für Pferde, 500 € für 1 Std. 30 Min.](https://www.mobiletierheilpraxislauri.de/service-page/futtermittelberatung-pferd) und die [Erstanamnese für Pferde, 200 € für 1 Std. 30 Min.](https://www.mobiletierheilpraxislauri.de/service-page/erstanamnese-pferd). Mehr zur ganzheitlichen Betreuung findest du unter [Ganzheitliche Gesundheitskonzepte für Pferde, 1 Std., Preis laut Anamnese](https://www.mobiletierheilpraxislauri.de/service-page/ganzheitliche-gesundheitskonzepte-pferd).
Fütterungsberatung für dein Pferd: Termin bei mir
Ich schaue mir Futter, Haltung und Gewicht deines Pferdes in Ruhe an, zum Beispiel in Hanstedt, Jesteburg, Buchholz in der Nordheide oder Winsen (Luhe). Schreib mir, was dich beschäftigt, dann finden wir einen Termin.
- [Schreib mir per WhatsApp](https://wa.me/4915141444894)
- Telefon: 01514 14 44 89 4
- [Kontaktseite](https://www.mobiletierheilpraxislauri.de/kontakt)
Häufige Fragen zu diesem Thema
Was ist Hufrehe beim Pferd?
Hufrehe beim Pferd ist eine schmerzhafte Erkrankung der Hufe und ein Notfall, der sofort tierärztliche Hilfe braucht. Gras, Futter und Stoffwechsel können eine Rolle spielen, deshalb gehören Weidemanagement und Fütterung zur Vorbeugung. Die Diagnose und Akutbehandlung macht allein der Tierarzt. Je früher du reagierst, desto besser kann dein Pferd versorgt werden.
Wie erkenne ich Hufrehe beim Pferd?
Typische Zeichen für Hufrehe beim Pferd sind warme Hufe, ein deutlich fühlbarer Puls an den Fesselarterien, ein vorsichtiger Gang und eine Entlastungshaltung. Auch das Wegschieben des Gewichts nach hinten fällt auf. Sobald du solche Anzeichen siehst, rufst du sofort den Tierarzt. Warte nicht ab, ob es von allein besser wird.
Was tun bei Hufrehe beim Pferd?
Bei Hufrehe beim Pferd rufst du sofort den Tierarzt, denn es ist ein Notfall. Bis er eintrifft, hältst du dein Pferd ruhig und bewegst es nicht unnötig. Alles Weitere, auch zu Behandlung und Bewegung, gibt dein Tierarzt vor. Tierheilpraktik ergänzt später die Begleitung im Alltag, ersetzt aber keine tierärztliche Versorgung.
Was füttere ich bei Hufrehe beim Pferd?
Bei Hufrehe beim Pferd füttert man in der Regel zuckerarmes Heu und angepasste Rationen. Die konkrete Zusammenstellung hängt von Gewicht, Stoffwechsel und Bewegung ab, eine pauschale Liste gibt es nicht. Bei Verdacht auf eine Stoffwechselerkrankung kommt zuerst die tierärztliche Abklärung. Danach lassen sich Futter und Haltung deines Pferdes individuell abstimmen.
Darf mein Pferd bei Hufrehe wieder auf die Weide?
Ob dein Pferd bei Hufrehe wieder auf die Weide darf, entscheidet dein Tierarzt. Gefährdete Pferde brauchen ein angepasstes Weidemanagement mit begrenzten Fresszeiten oder einer Fressbremse. Steigere die Weidezeit grundsätzlich langsam und beobachte dein Pferd genau, vor allem Hufe, Gang und Verhalten. Im Stallalltag helfen feste Fresszeiten, den Überblick zu behalten.
Was kostet die Beratung bei Hufrehe beim Pferd?
Die Futtermittelberatung für Pferde kostet 500 € für 1 Std. 30 Min., die Erstanamnese 200 € für 1 Std. 30 Min. Die tierärztliche Behandlung bei Hufrehe rechnet dein Tierarzt ab. Als mobile Tierheilpraxis komme ich in deinen Stall rund um Wenzendorf und sehe Futter, Weide und Pferd im Zusammenhang.
Kommst du auch zu mir nach Hause oder in den Stall?
Ja, meine Praxis ist mobil. Ich komme rund um Wenzendorf (Landkreis Harburg) zu dir, zum Beispiel nach Hanstedt, Buchholz in der Nordheide, Tostedt, Jesteburg und Winsen (Luhe). Weitere Entfernungen auf Anfrage.
Wie buche ich einen Termin und was gilt bei Absagen?
Ruf an oder schreib per WhatsApp (01514 14 44 89 4) oder nutze das Kontaktformular. Termine, die weniger als 24 Stunden vorher abgesagt werden, werden mit 50 % der Behandlungskosten berechnet.




